schmerz@schmerz.com
Erfahrung schon seit 1987
Die
Schmerzklinik ist
nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt (von den Privatkassen als
gemischte Krankenanstalt) und auch beihilfefähig.
ARTHROPATHIEN
chronische Arthropathien
Der Begriff "Arthropathien" setzt sich aus den Wortteilen "Athro" (= Gelenk) und "pathien" (= Mehrzahl von Leiden, Schaden oder Kran kheit) zusammen.
Arthropathien sind also Gelenkerkrankungen mit sekundär (= nachfolgenden) entzündlichen und nichtentzündlichen Vorgängen, hauptsächlich den Knorpel und die Membrana Synovialis (= die Innenhaut der Gelenkkapsel) betreffend.
Man unterscheidet (chronische) Ar
thropathien nach ihren
Ursachen:
(modif. nach Roche)
Metabolische (=
stoffwechselbedingte) Ar thropathien infolge
a) Hyperurikämie (= erhöhter Harnsäuregehalt des Blutes),
es kommt zur
Arthritis urica (Gelenkgicht)
b) Xanthomatose (=
kleine, gutartige Tumore bei Fettstoffwechselstörungen), hpts.
Ellenbogen -,
Kniegelenk
e
c) Chondrokalzinose (=
relativ seltene Kran kheit mit Verkalkungen des Gelenkknorpels)
d) Hämochromatose
(= Eisenspeicherkrankheit infolge Eisenüberladung des
Organismus, auch der
Gelen
ke)
Endokrine (=
durch Funktionsstörung von Drüsen verursachte) Arthropathien
infolge
a) Hypothyreose (=
Unterfunktion bis hin zu Funktionsausfall der Schilddrüse)
b)
Diabetes mellitus (=
Zuckerkrankheit)
Koagulopathische
(= durch eine Störung der Blutgerinnung hervorgerufene) Arthropathieninfolge
Einblutung ins Gelen k
Hämatologisch
(= aufgrund von Blutkrankheiten) bedingte Ar
thropathien
infolge
a) Leukosen (=
bösartige Umwandlung/ Entartung blutbildender Zellen)
b) Sichelzellanämie (=
Blutarmut mit Bildung von sog. Sichelzellen bei krankhaft verändertem
Blutfarbstoff)
Neurologisch
(=
Nerven
system-) bedingte
Ar thropathien
a) Syringomyelie
(= eine Erkrankung des
Rücken
marks)
b) Lepra (= eine schleichend beginnende, tropische
und subtropische ansteckende Kran
kheit)
Degenerativ (= die Abnutzung betreffende) bedingte Ar thropathien, hpts. Arthrose
Rheumatisch bedingte Arthropathien, z.B. die rheumatoide Arthritis
Infektiös bedingte Ar thropathien: a) z.B. direkte infektiöse Arthritis (= Gelenkentzündung), meist bakteriell, seltener vi ral und b) reakt ive (infek treaktive) Gelenkentzündungen
Nicht selten verbleiben trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung weiterhin schmerzhafte Arthropathien, so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Oft sind diese bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach seiner Ursache richten. Länger bestehende Ar thropathien erfordern praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zentren (Schmerzklinik) angeboten werden können. Bei schmerzhaften Arthropathien sind dies:
Information über die Erkrankung
Medikamentöse Behandlung (u.a. Schmerzmittel, schmerzlindernde Psychopharmaka, auch als Infusionen, individuell ausgetestet)
Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) in Form von Infiltrationen und Nervenblockaden, evtl. auch rückenmarknahe Blockaden, auch kontinuierlich mit Katheter
Krankengymnastik und andere Anwendungen zum Erhalt der Gelenkfunktion bzw. -verbesserung
Evtl. Magnetfeldtherapie
TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden) und / oder auch Hochtontherapie
Medikamentöse
Schmerzbehandlung:
Akut
(= plötzlich einsetzend, heftig) und
subakut (= eher schleichend verlaufend) können
zunächst (vorwiegend) peripher wirkende
Analgetika
(= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale
Antirheumatika
(=
Rheuma
mittel),
aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und
magen
schonende wie z.B.
Meloxicam. Besonders magenschonend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B.
Parecoxib oder Etoricoxib,
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon
andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Treten begleitend
schmerzhafte Muskelverspannungen auf, können darüber hinaus auch
Muskel
relaxanzien
(= Mittel zur Entspannung von
Muskeln) (z.B.
Orphenadrin, Tolperison) verordnet werden.
Manchmal sind aber die
Schmerz
zustände nur mit zentral wirkenden
Analgetika (z.B. Tramadol,
Tilidin, bzw. Tilidin mit Naloxon oder auch Mophin) (= im
Gehirn bzw.
Rücken
mark wirkende
Schmerzmittel)
beherrschbar.
Bei schmerzhaften Arthropathien hat sich insbesondere die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) sehr bewährt, und zwar in Form von kontinuierlichen Nervenblockaden mittels eingepflanztem Katheter. Eine wichtige Nebenwirkung dieser Therapie ist eine begleitende Symphatikolyse (= Erweiterung der Blutgefäße), denn unter einer guten Durchblutung heilen z.B. entzündliche Prozesse sicher ab. Hinzu kommt die überaus wichtige Tatsache, daß bei einer verbesserten, lokalen (= örtlichen) Durchblutung auch spezifische Medikamente (im Falle der in fektiösen Arthritis Antibiotika, evtl. antivi rale Substanzen oder auch Antimykotica (= Mittel gegen Pilze)) viel besser und effektiver wirken können. Eine gute Durchblutung wirkt auch degenerativen (= abnutzungsbedingten) Prozessen nachhaltig entgegen.
Daß Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.
Methodenbeschreibung "Kontinuierliche (repetitive) Nervenblockaden mit Katheter":
Nervus femoralis (vorderer
Oberschenkel
nerv): Bei dieser Methode suchen wir von der Vorderseite des
Oberschenkels her, handbreit unterhalb des
Leisten
bandes mit einer Kanüle in der Tiefe den Oberschenkelnerv auf und legen
in die
Nerven
scheide (Gewebsumhüllung des Nerven) einen dünnen Kunststoffschlauch
(Katheter) ein. In den nächsten 2-3 Wochen spritzen wir dann mehrmals
täglich eine verdünnte örtliche Betäubungsmittellösung ein. Dabei wählen wir
die Konzentration des Wirkstoffes so, daß die grobe Kraft und damit die
Beweglichkeit erhalten bleibt, aber die Schmerzempfindlichkeit deutlich
herabgesetzt oder gar aufgehoben ist.
Anwendungsbereiche:
Kniegelenk
und z.T. oberes
Sprunggelenk
Gegen Schmerzen im Hüftgelenk kann vorgenannte Methode verändert angewendet werden (der sog. 3 in 1-Block oder die Pl exus lumbal is-Blockade): Wenn man die Menge der örtlichen Betäubungsmittellösung erhöht (ca. 25-35 ml) und während des Einspritzens den Oberschen kel abstaut, wird die Wirkstofflösung nach oben getrieben (innerhalb der Nervenscheide) und betäubt weitere Ner ven, die die genannten Körpergebiete versorgen.
Wenn chronische Schmerzen aufgrund von Arthropathien längerfristig bestehen, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
Ergänzende Dateien:
Gelenkschmerz
Knieschmerzen
Hüftgelenkschmerzen
Schultergelenkschmerzen
Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation, weil damit die betroffenen Patienten oftmals überhaupt erst in einen rehabilitationsfähigen Zustand gebracht werden können. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).
Wußten Sie schon,
daß laut Bundesregierung alle gesetzlich krankenversicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine
Rehabilitation haben und sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst
aussuchen können? - Lesen Sie dazu die Ausführungen des Bundesministeriums für
Gesundheit:
http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st
(einfach anklicken)
Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer
ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen
wir auch keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der
verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.
- Für Sie waren wir sehr fleißig -
Zu
weiteren (fast allen) Schmerzthemen gelangen Sie hier:
www.schmerz.com/schmerzthemen (einfach nur anklicken)
Schmerzklinik: www.schmerzklinik-1.de, www.schmerzklinik.biz
-----------------------------
http://www.arthropathien.de/arthritis
http://www.arthropathien.de
a
a
http://www.arthropathien.de/knie-schmerz
http://www.arthropathien.de/schulterarthrose
a